Start   Fachkunde  Prüfungsfragen  Autor: © Dr. Joachim Menges Layout: © Stefan Münz

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Fragen zu:

Blut, blutbildende Organe, zelluläre Bestandteile des Blutes, Immunsystem


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  1. Nennen Sie mindestens sechs verschiedene Aufgaben des Blutes!
    • Transportfunktion (Hormone, O2 und Nährstoffe zu den Zellen, CO2 zurück)
    • Abwehrfunktion (Erkennung und Bekämpfung von Krankheitserregern durch Leukozyten = weiße Blutkörperchen)
    • Wärmeregulationsfunktion (36,5 ºC)
    • Abdichtungsfunktion (Gerinnung)
    • Pufferfunktion (PH Wert Ausgleich)
    • Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks (sonst Entstehung von Ödemen)
  2. Benennen Sie die verschiedenen blutbildenden Organe!
    • kurze, flache Knochen (Knochenmark allgemein)
    • Epiphyse der Röhrenknochen
  3. Welche verschiedenen Zellformen des Blutes kennen Sie?
    • Erythrozyten (ohne Zellkern, rote Bk.)
    • Leukozyten (weiße Bk.)
      • Granulozyten (eosinphil, basophil, neutrophil)
      • Lymphozyten (B ­ und T ­ Zellen)
      • Monozyten
    • Thrombozyten (Blutplättchen)
  4. Wie unterteilt man die Zellformen nach morphologischen Gesichtspunkten ?
    • ohne Zellkern (Erythrozyten, Thrombozyten) / mit Zellkern (Leukozyten) 
  5. In welcher Häufigkeit kommen die verschiedenen Zellformen im Blut vor ?
    • 30 Mrd. Erythrozyten im Blut des Erwachsenen (5 Mill./mikro- l Blut)
    • 45 % Blutkörperchen, Rest ist Blutplasma
    • weiße Blutkörperchen (8000 pro Mikroliter)
    • Blutplättchen (250000 pro Mikroliter)
  6. Was verstehen Sie unter T ­ Lymphozyten, was unter B ­ Lymphozyten ?
    • T ­ Lymphozyten erhalten ihre Prägung im Thymus
    • B ­ Lymphozyten erhalten ihre Prägung im Knochenmark
    • Antikörper werden in Plasmazellen aus B ­ L. gebildet
  7. Welche verschiedenen Zellformen kann man bei der B ­ Lymphozytenreifung feststellen ?
    • Prä B ­ L.
    • immunkompetente B ­ L.
    • B ­ Immunoblasten (nach Antigenkontakt)
    • B ­ Gedächtniszellen
  8. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Makrophage" ? Welche Aufgaben hat diese Zellform ?
    • große Fresszellen
    • Bakterien und Viren u.a. werden verdaut
  9. Benennen Sie die verschiedenen lymphatischen Organe mit ihrem korrekten Terminus technicus ! 
    • Thymus
    • Splen
  10. Welches dieser Organe ist als primäres Immunorgan, welches als sekundäres Immunorgan zu bezeichnen ?
    • Thymus (Bries) [prim.]
    • Splen (Milz) [sek.]
    • lymphatischer Rachenring = Mandeln, Lymphknoten, lymphatische Gewebe
  11. Was verstehen Sie hier unter dem Begriff "primär" und was unter "sekundär" ?
    • sekundäre Organe werden mit immunkompetenten Zellen besiedelt
    • primäre Organe bilden immunkompetente Zellen aus
  12. Wie entstehen Thrombozyten ? Wo ist ihr Entstehungsort ?
    • Blutplättchen, die im Knochenmark gebildet werden
    • zur Blutstillung (­ gerinnung) bei Verletzungen
  13. Was verstehen Sie unter einer Plasmazelle ? Beschreiben Sie ihre besonderer charakteristische Ultrastruktur !
    • im Blutplasma enthaltene Zellen
    • bleiben in den lymphatischen Organen und produzieren Antikörper
    • exzentrisch gelegener Zellkern mit Radspeichenstruktur des Chromatins
    • viel raues ER (also ribosomales)
  14. Was verstehen Sie unter einer Mastzelle ? Bei welcher sehr verbreiteten immunologischen Erkrankung spielt diese eine besondere Rolle ?
    • polymorphkernige basophile Granulozyten
    • Leukämie (krebsartige Vermehrung entarteter Leukozyten)
  15. Was verstehen Sie unter einem Sekundärfollikel ? Wo kommt dieser vor ?
    • Lymphknötchen (z.B. in Darmwand)
    • Follikel in der Schilddrüse
  16. Nennen Sie drei verschiedene Zonen, die man innerhalb eines Sekundärfollikels unterscheiden kann !
    • Markzone
    • Rindenzone
    • Sinus
  17. Beschreiben Sie möglichst genau und anhand einer Zeichnung den mikroskopischen Aufbau des Thymus !



  18. Welche mikroskopisch ­ anatomische Struktur ist spezifisch für dieses Immunorgan ?
    • lymphatisches Gewebe
    • einige kleine Bereiche aus Epithelgewebe = Hassall-Körperchen
    • beim Erwachsenen: hauptsächlich Fettgewebe
  19. Beschreiben Sie den mikroskopisch ­ anatomischen Aufbau eines Lymphknotens anhand einer Zeichnung !

  20. Beschreiben Sie anhand einer Zeichnung den mikroskopischen Aufbau des roten Knochenmarks !

  21. Beschreiben Sie die hierin vorkommenden verschiedenen Zellstrukturen !
    • Reticulumzellen: sternförmig
    • Uferzellen: von Reticulumzellen abgeleitet, flächenhaft ausgebreitete Sinusendothelien
  22. Beschreiben Sie unter Zuhilfenahme einer Zeichnung den mikroskopischen Aufbau der Milz !



  23. Bezeichnen Sie genau durch Verwendung der korrekten Termini technici die Mikroarchitektur der Milz !
    • ligamentum gastrolienale
    • a. lienales, v. lienales
    • weiße und rote Pulpa (enthält Sinus)
  24. Was verstehen Sie unter dem Begriff "Antikörper" ?
    • von B ­ Lymphozyten und Plasmazellen gebildet
    • Bindung von fremden und körpereigenen Antigenen
    • Reagiert mit entsprechendem Antigen
  25. Beschreiben Sie den molekularen Aufbau eines Antikörpers !
    • Proteinmolekül (viele Millionen Typen)
    • 5 Klassen:
      • Mü-Antikörper oder IgM: erster Typ bei Neugeborenen
      • Gamma-Antikörper oder IgG: vorherrschend im Blutserum von Erwachsenen
      • Epsilon-Antikörper oder IgE: bei Allergien
      • Alpha-Antikörper oder IgA: im Speichel und in der Muttermilch
      • Delta-Antikörper oder IgD: nicht geklärt
  26. Bezeichnen Sie anhand einer Schemazeichnung denjenigen Teil des Antikörpermoleküls, welcher der hypervariablen Region entspricht !

  27. Was verstehen Sie unter dem Fc ­ Teil , was unter dem FAB ­ Fragment eines Antikörpers ?
    • FC = (fragment crystallyzable) zuständig für die Vermittlung biologischer Aktivitäten, kann Antigen selbst nicht (!) binden
    • FAB = "hypervariable region" = drei komplementär determinierte Regionen der L ­ und H ­ Kette (CDR1..3)
  28. Von welcher Zellform des Immunsystems werden Antikörper gebildet ?
    • B ­ Lymphozyten und Plasmazellen
  29. Was verstehen Sie unter antikörper­abhängiger zellvermittelter Zytotoxizität ?
    • Form der Zytotoxizität, bei der Effektorzellen antikörpertragende Zellen erkennen und zerstören
  30. Welche Rolle spielen hierbei Antikörper ?
    • "entlarven" Zellen, die zerstört werden sollen
  31. Welche Zellformen des Immunsystems können Antikörper an ihrer Zelloberfläche binden ?
    • B-Lymphozyten
  32. Wozu dient diese Bindung in sogenannten "Killerzellen" ?
    • Fresszelle
    • sofortige Phagozytose ermöglicht
  33. Was ist ein Antigen ?
    • Gegenstück zum Antikörper
    • dient der Identifizierung der einzelnen Zellen (haben entsprechende Kombination solcher auf ihrer Oberfläche)
  34. Was verstehen Sie unter dem Begriff "T ­ Zellantigenrezeptor" ?
    • ermöglicht T ­ Zellen die indirekte (vermittelt durch antigenpräsentierende Zellen = B ­ Zellen, Makrophagen) Reaktion auf Antigene
    • besitzen diese an ihrer Oberfläche
  35. Worin besteht der prinzipielle Unterschied zwischen einem Antikörpermodul und einem T ­ Zellantigenrezeptor ?
    • Antikörpermodul: humorale oder Serumimmunität
    • T ­ Zellantigenrezeptor: Zellimmunität

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